Storm-Gedichte, die wir lieben

Claudia Berg: Rosengarten, 2016

Die Ausstellung vereint moderne künstlerische mit wissenschaftlich-literarischen Lesarten von acht besonders eindrücklichen Storm-Gedichten. Feinsinnige Kaltnadelradierungen der Hallenser Künstlerin Claudia Berg treten in eine subtile Zwiesprache mit literaturwissenschaftlichen Essays zu den einzelnen Gedichten, die in einer Begleitpublikation abgedruckt sind. Entwickelt wurde das Projekt 2017 von Regina Fasold, die sich damit aus Heiligenstadt, ihrem jahrzehntelangen Wirkungsort, verabschiedete. Nun ist die Schau zum ersten Mal in Husum zu sehen. Je eine Radierung entstand zu den Gedichten Die Stadt, Meeresstrand, Die Nachtigall, Die Zeit ist hin, Waldweg, Trost, In schwerer Krankheit und [An Wilhelm Jensen].

Zur Künstlerin

Foto: Nikolaus Brade

Geboren 1976 in Halle, Abitur 1995; Studium an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein, Halle, im Fachbereich Grafik/Malerei. Studienaufenthalte in Valencia, Spanien, und in Tianjin, China. Diplom im Fachbereich Grafik/Malerei an der HKD Burg Giebichenstein, Halle, bei Prof. Thomas Rug und Prof. Helmut Brade. Seit 2013 Lehrauftrag an der Hochschule Darmstadt.

»Was mir an den Zeichnungen von Claudia Berg von Anfang an gefallen hat, sind zwei Dinge. Zuerst gefällt mir die Selbstverständlichkeit des Zeichnens überhaupt, die dann zustande kommt, jemand jahrelang und eigentlich immer zeichnet, wenn das Zeichnen deshalb fester Bestandteil von Leben geworden ist und keine angestrengte besondere Tätigkeit. Dazu gefällt mir, dass sie Kunstgeschichte nicht nur aus Büchern oder nach Dias gelernt hat, sondern eben zeichnend. Sie hat sich großen Kunstwerken, oder besser gesagt Orten kultureller Verdichtung in Italien, Spanien, Frankreich und Holland, schließlich sogar China, zeichnend genähert und in der notwendigen intensiven Analyse, ohne die eine solche Tätigkeit nur ein dummes Abzeichnen wäre, Einblicke genommen in das Wesen kunsthistorischer Epochen.« (Helmut Brade)

Homepage von Claudia Berg

Vernissage am 5. September 2019, 19 Uhr

  • Begrüßung durch Dr. Christian Demandt, Leiter des Storm-Hauses
  • Einführung in die Ausstellung durch Dr. Regina Fasold (Bautzen), Initiatorin des Heiligenstädter Projekts 2017
  • Erläuterungen zu den Grafiken durch Prof. Helmut Brade (Halle)

Anschließend Sektempfang

Zu sehen ist die Ausstellung im Storm-Haus:

6. September 2019 bis 31. Oktober 2019: So und Mo 14–17 Uhr, Di–Fr 10–17 Uhr, Sa 11–17 Uhr
2. November 2019 bis 27. Februar 2020: Di, Do und Sa 14–17 Uhr

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