Wie jedes Jahr zur Adventszeit erwartet die Besucher im Viola-tricolor-Zimmer der nach Storms Angaben geschmückte Weihnachtsbaum. Lesungen finden am 8.12. und 14.12. statt, Weihnachtsführungen werden am 16., 21., 22., 26. und 27.12. angeboten. Am 2. und 9.12. findet die beliebte Veranstaltung »Weihnachten zu Gast bei Theodor Storm« statt. Während der Festtage und zwischen den Jahren gelten im Storm-Haus Sonderöffnungszeiten.

Liederabend in der Landesvertretung

Foto: Peter E. Rytz

Die letzte Veranstaltung des Jahres 2017 in der Landesvertretung Schleswig-Holsteins in Berlin war ein Liederabend am 1. Dezember anlässlich Theodor Storms 200. Geburtstag. Nach einer kurzen Einführung von Christian Demandt (rechts) wurden vor allem Kompositionen von Marius Felix Lange (links) aufgeführt, gesungen von Sebastian Noack (unten rechts), Professor für Gesang an der Hochschule für Musik Hanns Eisler, Berlin. Sein Partner am Klavier war Manuel Lange (unten links), der Zwillingsbruder des Komponisten, Professor für Liedbegleitung und Liedgestaltung an der Hochschule für Musik in Detmold. Ein besonderer Höhepunkt des Abends waren einige Uraufführungen. Das zahlreich erschienene Publikum war begeistert.

Foto: privat

Feierstunde für Storm im Hanse-Office in Brüssel

Regina Fasold, Valerie Leyh, Philipp Theisohn, Eckart Pastor, Thorsten Augustin, Rüdiger Lüdeking

Der regen Storm-Forschung in Belgien, vor allem vertreten an der Lütticher Universität, verdankt sich eine ehrenvolle Feierstunde aus Anlass des 200. Geburtstags Theodor Storms: Am 21. November lud das Hanse-Office in Brüssel zu einem literarischen Abend. Nach einer Begrüßung durch den Hausherrn Thorsten Augustin sprachen der Präsident der Storm-Gesellschaft, Philipp Theisohn, und Regina Fasold, Leiterin des Heiligenstädter Stormmuseums. Valerie Leyh und Eckart Pastor, beide Storm-Forscher aus Lüttich, hatten den Abend initiiert, an dem auch der deutsche Botschafter in Belgien, Rüdiger Lüdeking, teilnahm.

Festabend für Storm und Mommsen in Kiel

Von links nach rechts: Philipp Theisohn, Tanja Wedhorn, Oliver Mommsen, Simon Strauß, Andrea Paluch, Landtagspräsident Klaus Schlie, Roman Knižka. Foto: Schleswig-Holsteinischer Landtag

Gemeinsam mit dem Kieler Landtag und NDR Kultur hatte die Storm-Gesellschaft am 20.11. zu einem Festabend anlässlich des doppelten 200. Geburtstags von Theodor Storm und Theodor Mommsen eingeladen. Die zahlreich erschienenen Besucher erlebten einen mitreißenden Abend im Kieler Landeshaus. Nach Grußworten von Landtagspräsident Klaus Schlie und Storm-Präsident Philipp Theisohn lasen die Schauspieler Oliver Mommsen (ein Ururenkel von Theodor Mommsen) und Roman Knižka aus dem Briefwechsel Storms mit Mommsen, die Schauspielerin Tanja Wedhorn rezitierte dazu Gedichte aus dem Liederbuch dreier Freunde. Anschließend diskutierten die Schriftstellerin Andrea Paluch und der Mommsen-Forscher Simon Strauß über »Poesie und Politik«. Moderiert wurde die Diskussion von NDR-Redakteur Jan Ehlert, der auch die Lesung zusammengestellt hatte.

Oliver Mommsen (links) liest Texte seines Ururgroßvaters Theodor Mommsen, Tanja Wedhorn rezitiert Gedichte, Roman Knižka liest Storm-Briefe. Fotos: Schleswig-Holsteinischer Landtag

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu Besuch im Theodor-Storm-Haus

Fotos: Max Brüchmann (3)

Bei seinem Antrittsbesuch in Schleswig-Holstein hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zusammen mit seiner Frau Elke Büdenbender das Storm-Haus besucht. Begleitet wurden beide von Ministerpräsident Daniel Günther und dessen Frau Anke.

Diskussion zum Thema »Heimat« mit Jugendlichen

»Es war eine erstaunliche Veranstaltung im Storm-Haus, eine höchst spannende Diskussion.« Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident

Ministerpräsident Daniel Günther ehrt Storm

Ministerpräsident Daniel Günther mit Christian Demandt, dem Sekretär der Storm-Gesellschaft. Foto: Simone Mommsen

Bei einem Festakt aus Anlass des 200. Geburtstages von Theodor Storm im Ratssaal der Stadt Husum hat der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, Daniel Günther, den weltbekannten Heimatdichter geehrt. Der Ministerpräsident dankte der Storm-Gesellschaft dafür, dass sie die Werke des Dichters lebendig hält. Besonders im Husumer Storm-Haus sei das sichtbar: »Theodor Storm passte einfach in diese Region und zu den Menschen, die hier leben. Wahrscheinlich fühlte er sich deshalb an der Westküste, in seiner Geburtsstadt Husum, auch so wohl«, so Günther.

Storm-Theater in Husum ein großer Erfolg

Foto: Max Brüchmann

Das von Frank Düwel inszenierte Stück mit Wolfgang Häntsch und Husumer Laiendarstellen ist begeistert aufgenommen worden. Fast alle sieben Aufführungen in Husum waren restlos ausverkauft. Auch das zweite Laienensemble am Hamburger Lichthoftheater feierte am 6. Oktober eine erfolgreiche Premiere. Spielzeit hier war bis zum 15. Oktober, ebenfalls mit Wolfgang Häntsch in der Hauptrolle.

Bilder vom Storm-Theater finden Sie hier ...

Das Handbuch zum Jubiläumsjahr

Das Handbuch erschließt Theodor Storms Werk erstmals in seiner ganzen Breite. Storm, ein epochaler Lyriker und der zweifellos bedeutendste Novellist seiner Zeit, wird hier sowohl in seinen epistemologischen und kulturgeschichtlichen Voraussetzungen als auch mit seinem ganz eigenen poetologisch-ästhetischen Programm sichtbar. Die umfassende Analyse seines literarischen Schaffens wird vervollständigt durch eine ausführliche Darstellung der biographischen Kontexte und der Rezeptionsgeschichte. Aus dem Inhalt: Leben – Einflüsse und Kontexte – Gedichte – Märchen – Sagen und Spuk – Novellen – Weitere Prosaarbeiten – Autobiographisches und Tagebuch – Storm als Journalist – Das Briefwerk – Strukturen – Rezeption. Das Storm-Handbuch ist am 24. Juli erschienen.

»Sturm und Stille«. Jochen Missfeldts neuer Roman über Theodor Storm und Doris Jensen

Kurz nachdem Theodor Storm seine Verlobte Constanze Esmarch 1846 geheiratet hat, geht er eine leidenschaftliche Liebesbeziehung mit der achtzehnjährigen Doris Jensen ein. Erst im Jahr 1848, Constanze ist im dritten Monat schwanger, verlässt Doris – wahrscheinlich auf Druck der Familienoberen – Husum. Für sie beginnt eine fünfzehn Jahre währende Odyssee, eine Zeit des Lernens und der Selbstbehauptung. Doch das Liebesverhältnis dauert an, und als Constanze nach der Geburt ihres siebten Kindes überraschend stirbt, finden die beiden endlich zueinander. Um diese bewegende Geschichte eines Frauenlebens im 19. Jahrhundert zu erzählen, stützt sich Jochen Missfeldt auf sein Wissen als Storm-Biograph – auf Briefe, Novellen und Gedichte, auf Zeitungsmeldungen, Lebenszeugnisse, historische Quellen überhaupt. Aber noch mehr beruht auf Erfindung, Nachempfindung, Phantasie. So ist Missfeldt hier beides: faktengetreu und unverwechselbarer Romancier. Landschaft, Wetter und Meer, die er meisterlich beschreibt, grundieren das Ganze, verleihen ihm Sinnlichkeit und Poesie. Sturm und Stille ist die Geschichte einer Liebe – und das Porträt einer Frau, die allen gesellschaftlichen Konventionen zum Trotz ihre eigenen Wege geht. 

Neu im Storm-Haus: das Schimmelreiter-Zimmer

Foto: Thomas Lorenzen

Am 17. März wurde die Festjahressaison »200 Jahre Storm« im Beisein der Finanzministerin des Landes Schleswig-Holstein, Monika Heinold, feierlich eröffnet. Seitdem gibt es im Storm-Haus ein neu eingerichtetes Schimmelreiter-Zimmer mit Hörstation zu besichtigen.

Karl Ernst Laage ist gestorben

Aufgenommen am 20. Dezember 2016 im Hotel Altes Gymnasium. Foto: Max Brüchmann

Am 11. Juli 2017 ist der Ehrenpräsident der Theodor-Storm-Gesellschaft, Prof. Karl Ernst Laage, im Alter von 97 Jahren gestorben. Bis zuletzt hat er an den Veranstaltungen und dem Leben der Gesellschaft, die ihm so viel verdankt, mit unermüdlich wachem Interesse teilgenommen. Laage, der 1956 mit einer Dissertation zum Thema »Der Friedensgedanke in der augusteischen Dichtung« promoviert wurde, war von 1965 bis 1991 Sekretär und wissenschaftlicher Leiter der Storm-Gesellschaft. Von 1991 bis 2003 leitete er die Gesellschaft als Präsident, seit 2003 ist er ihr Ehrenpräsident. Zu seinen zahlreichen Verdiensten um den Dichter Theodor Storm gehört der Aufbau des Husumer Storm-Museums sowie des heutigen Storm-Zentrums. Ganz maßgeblich hat Laage die moderne Storm-Forschung initiiert, nicht zuletzt durch die von ihm und Dieter Lohmeier herausgegebene kommentierte vierbändige Ausgabe von Storms Werken. Die Storm-Gesellschaft ist sehr traurig über seinen Tod, der sie kurz vor Theodor Storms 200. Geburtstag am 14. September ganz besonders trifft. Sie ist zugleich dankbar für die Lebensleistung Karl Ernst Laages und wird sein Andenken in Ehren halten.

Für die Theodor-Storm-Gesellschaft:
Prof. Dr. Philipp Theisohn, Präsident der Theodor-Storm-Gesellschaft.
Dr. Christian Demandt, Sekretär der Theodor-Storm-Gesellschaft.

Theodor Storm zum 200. Geburtstag

Foto: Max Brüchmann

Er gilt weltweit als Initiator der modernen Storm-Forschung. Mit der Gründung und Eröffnung des Storm-Hauses 1972 setzte er für Husum einen Meilenstein. Von 1991 bis 2003 war er Präsident der Storm-Gesellschaft, seitdem ist er ihr Ehrenpräsident. Zum Storm-Jahr legt Karl Ernst Laage nun ein neues Buch vor, das Aufsätze, Untersuchungen und Dokumente aus seiner 50-jährigen Forschertätigkeit versammelt, die bisher an wenig bekannten Publikationsorten erschienen sind. Anlass genug für Christian Demandt, sich mit ihm zu einem Gespräch im Hotel Altes Gymnasium zu treffen.

Zum Gespräch...

Sonderprägung in Silber und Gold zum Festjahr

Zum Jubiläum »200. Geburtstag Theodor Storm« gibt die Euromint GmbH in Kooperation mit dem Theodor-Storm-Haus und der Nord-Ostsee Sparkasse eine offizielle Sonderprägung in Feinsilber und Feingold heraus. Ab dem 13.4. sind die Medaillen erhältlich in der Filiale der NOSPA in der Großstraße 7-11 in Husum.

Storm-Führungen

Husum Binnenhafen

Neben klassischen Museumsführungen für Erwachsene und Schulklassen bietet das Storm-Zentrum verschiedene Sonder- und Themenführungen an. Es gibt außerdem fest gesetzte offene Führungen, wie zum Beispiel eine Stadtführung jeden ersten Dienstag im Monat (von April bis Oktober). Aber auch Führungen nach ganz individuellen Wünschen können im Storm-Zentrum organisiert werden. Ebenso können Besuchergruppen auch Führungen in Kombination mit einer Lesung buchen.

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Storms Husum

Theodor Storm war seiner Heimatstadt Husum Zeit seines Lebens eng verbunden. Holger Borzikowsky hat Hintergrundinformationen zu den wichtigsten Stormstätten in Husum ergründet und sie in den biographischen Kontext des Dichters eingeordnet.

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Außerdem: Storm-Orte Heiligenstadt, Kiel und Hademarschen

Christian Brückner liest: Die Stadt

Live-Mitschnitt von der Storm-Tagung, 8. September 2013

Illustrationen: Regina Kehn, aus: Das literarische Kaleidoskop

Mehr »Storm für die Ohren« finden Sie hier

Theodor-Storm-Gesellschaft mit dem Hartmut-Vogel-Preis ausgezeichnet

Laudator Hans Wißkirchen mit Philipp Theisohn und Christian Demandt. Foto: Christian Körner

Mit Dankbarkeit und Freude nahmen die Verantwortlichen der Theodor-Storm-Gesellschaft am Freitag, 27. Mai 2016, den Hartmut-Vogel-Preis für Literaturvermittlung entgegen. Im Rahmen eines Festabends in der Mendelssohn-Remise in Berlin zeichnete die Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG) die Husumer Storm-Gesellschaft aus. Bereits am Vormittag gratulierte Schleswig-Holsteins Kulturministerin Anke Spoorendonk per Brief.

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