Karl Ernst Laage ist gestorben

Aufgenommen am 20. Dezember 2016 im Hotel Altes Gymnasium. Foto: Max Brüchmann.

Am 11. Juli 2017 ist der Ehrenpräsident der Theodor-Storm-Gesellschaft, Prof. Karl Ernst Laage, im Alter von 97 Jahren gestorben. Bis zuletzt hat er an den Veranstaltungen und dem Leben der Gesellschaft, die ihm so viel verdankt, mit unermüdlich wachem Interesse teilgenommen. Laage, der 1956 mit einer Dissertation zum Thema »Der Friedensgedanke in der augusteischen Dichtung« promoviert wurde, war von 1965 bis 1991 Sekretär und wissenschaftlicher Leiter der Storm-Gesellschaft. Von 1991 bis 2003 leitete er die Gesellschaft als Präsident, seit 2003 ist er ihr Ehrenpräsident. Zu seinen zahlreichen Verdiensten um den Dichter Theodor Storm gehört der Aufbau des Husumer Storm-Museums sowie des heutigen Storm-Zentrums. Ganz maßgeblich hat Laage die moderne Storm-Forschung initiiert, nicht zuletzt durch die von ihm und Dieter Lohmeier herausgegebene kommentierte vierbändige Ausgabe von Storms Werken. Die Storm-Gesellschaft ist sehr traurig über seinen Tod, der sie kurz vor Theodor Storms 200. Geburtstag am 14. September ganz besonders trifft. Sie ist zugleich dankbar für die Lebensleistung Karl Ernst Laages und wird sein Andenken in Ehren halten.

Für die Theodor-Storm-Gesellschaft:
Prof. Dr. Philipp Theisohn, Präsident der Theodor-Storm-Gesellschaft.
Dr. Christian Demandt, Sekretär der Theodor-Storm-Gesellschaft.

Storm-Theater: Kartenvorverkauf hat begonnen

Preise: ¤ 27,- / ermäßigt ¤ 19,- // Aufführungen am 9.9., 20 Uhr; 10.9., 17 Uhr; 12.9., 20 Uhr; 13.9., 20 Uhr; 15.9., 20 Uhr; 16.9., 20 Uhr; 17.9., 17 Uhr.

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Ein weiteres Highlight im Storm-Jahr: Marius Felix Lange hat Gedichte von Theodor Storm vertont

Foto: privat
Foto: Astrid Ackermann

Der bekannte Bariton Sebastian Noack (rechts), Professor für Gesang an der Hochschule für Musik Hanns Eisler, Berlin, bringt am 8. September 2017 im Hotel Altes Gymnasium Theodor-Storm-Vertonungen des Berliner Komponisten Marius Felix Lange (links) zur Aufführung. Sein Partner am Klavier ist Manuel Lange (Mitte), der Zwillingsbruder des Komponisten, Professor für Liedbegleitung und Liedgestaltung an der Hochschule für Musik in Detmold. Besonders gespannt sein darf man auf einige Uraufführungen an diesem Abend, der Teil der diesjährigen Storm-Tagung in Husum ist. Karten sind über das Storm-Zentrum erhältlich.

Sonderausstellung im Storm-Haus

Neu im Storm-Haus: das Schimmelreiter-Zimmer

Am 17. März wurde die Festjahressaison »200 Jahre Storm« im Beisein der Finanzministerin des Landes Schleswig-Holstein, Monika Heinold, feierlich eröffnet. Seitdem gibt es im Storm-Haus ein neu eingerichtetes Schimmelreiter-Zimmer mit Hörstation zu besichtigen.

Theodor Storm zum 200. Geburtstag

Er gilt weltweit als Initiator der modernen Storm-Forschung. Mit der Gründung und Eröffnung des Storm-Hauses 1972 setzte er für Husum einen Meilenstein. Von 1991 bis 2003 war er Präsident der Storm-Gesellschaft, seitdem ist er ihr Ehrenpräsident. Zum Storm-Jahr legt Karl Ernst Laage nun ein neues Buch vor, das Aufsätze, Untersuchungen und Dokumente aus seiner 50-jährigen Forschertätigkeit versammelt, die bisher an wenig bekannten Publikationsorten erschienen sind. Anlass genug für Christian Demandt, sich mit ihm zu einem Gespräch im Hotel Altes Gymnasium zu treffen.

Zum Gespräch...

Das Handbuch zum Jubiläumsjahr

Das Handbuch erschließt Theodor Storms Werk erstmals in seiner ganzen Breite. Storm, ein epochaler Lyriker und der zweifellos bedeutendste Novellist seiner Zeit, wird hier sowohl in seinen epistemologischen und kulturgeschichtlichen Voraussetzungen als auch mit seinem ganz eigenen poetologisch-ästhetischen Programm sichtbar. Die umfassende Analyse seines literarischen Schaffens wird vervollständigt durch eine ausführliche Darstellung der biographischen Kontexte und der Rezeptionsgeschichte. Aus dem Inhalt: Leben – Einflüsse und Kontexte – Gedichte – Märchen – Sagen und Spuk – Novellen – Weitere Prosaarbeiten – Autobiographisches und Tagebuch – Storm als Journalist – Das Briefwerk – Strukturen – Rezeption. Das Storm-Handbuch erscheint im Juli.

»Sturm und Stille«. Jochen Missfeldts neuer Roman über Storm und Doris Jensen erscheint im August

Kurz nachdem Theodor Storm seine Verlobte Constanze Esmarch 1846 geheiratet hat, geht er eine leidenschaftliche Liebesbeziehung mit der achtzehnjährigen Doris Jensen ein. Die Liebe der beiden ist für Storms junge Ehe eine schwere Belastung. Erst im Jahr 1848, Constanze ist im dritten Monat schwanger, geht Doris – wahrscheinlich auf Druck der Familienoberen – von Husum fort. Für sie beginnt eine fünfzehn Jahre währende Odyssee, eine Zeit des Lernens und der Selbstbehauptung. Doch das Liebesverhältnis dauert an, und als Constanze nach der Geburt ihres siebten Kindes überraschend stirbt, finden die beiden endlich zueinander. Um diese bewegende Geschichte eines Frauenlebens im 19. Jahrhundert zu erzählen, stützt sich Jochen Missfeldt auf sein großes Wissen als Storm-Biograph – auf Briefe, Novellen und Gedichte, auf Zeitungsmeldungen, Lebenszeugnisse, historische Quellen überhaupt. Aber noch mehr beruht auf Erfindung, Nachempfindung, Phantasie. So ist Missfeldt hier beides: faktengetreu und unverwechselbarer Romancier, ja er kann seiner vielgerühmten lyrischen Sprachmacht freien Lauf lassen. Landschaft, Wetter und Meer, die er meisterlich beschreibt, grundieren das Ganze, verleihen ihm Sinnlichkeit und Poesie. Sturm und Stille ist die Geschichte einer Liebe – und das Porträt einer Frau, die allen gesellschaftlichen Konventionen zum Trotz ihre eigenen Wege geht. 

Sonderprägung in Silber und Gold zum Festjahr

Zum Jubiläum »200. Geburtstag Theodor Storm« gibt die Euromint GmbH in Kooperation mit dem Theodor-Storm-Haus und der Nord-Ostsee Sparkasse eine offizielle Sonderprägung in Feinsilber und Feingold heraus. Ab dem 13.4. sind die Medaillen erhältlich in der Filiale der NOSPA in der Großstraße 7-11 in Husum.

Storm-Führungen

Husum Binnenhafen

Neben klassischen Museumsführungen für Erwachsene und Schulklassen bietet das Storm-Zentrum verschiedene Sonder- und Themenführungen an. Es gibt außerdem fest gesetzte offene Führungen, wie zum Beispiel eine Stadtführung jeden ersten Dienstag im Monat (von April bis Oktober). Aber auch Führungen nach ganz individuellen Wünschen können im Storm-Zentrum organisiert werden. Ebenso können Besuchergruppen auch Führungen in Kombination mit einer Lesung buchen.

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Storms Husum

Theodor Storm war seiner Heimatstadt Husum Zeit seines Lebens eng verbunden. Holger Borzikowsky hat Hintergrundinformationen zu den wichtigsten Stormstätten in Husum ergründet und sie in den biographischen Kontext des Dichters eingeordnet.

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Außerdem: Storm-Orte Heiligenstadt, Kiel und Hademarschen

Christian Brückner liest: Die Stadt

Live-Mitschnitt von der Storm-Tagung, 8. September 2013

Illustrationen: Regina Kehn, aus: Das literarische Kaleidoskop

Mehr »Storm für die Ohren« finden Sie hier

Theodor-Storm-Gesellschaft mit dem Hartmut-Vogel-Preis ausgezeichnet

Laudator Hans Wißkirchen mit Philipp Theisohn und Christian Demandt. Foto: Christian Körner

Mit Dankbarkeit und Freude nahmen die Verantwortlichen der Theodor-Storm-Gesellschaft am Freitag, 27. Mai 2016, den Hartmut-Vogel-Preis für Literaturvermittlung entgegen. Im Rahmen eines Festabends in der Mendelssohn-Remise in Berlin zeichnete die Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG) die Husumer Storm-Gesellschaft aus. Bereits am Vormittag gratulierte Schleswig-Holsteins Kulturministerin Anke Spoorendonk per Brief.

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