Husum

Husum Binnenhafen um 1870

»Kaum eine andere Stadt ist so eng mit dem Leben und dem Werk eines Dichters verbunden wie Husum mit dem Storms« (Thomas Steensen: Kleines Husum ABC, 2014, S. 7). In seinem berühmten Gedicht Die Stadt (1852) hat er ihr ein Denkmal gesetzt:

Die Stadt

Am grauen Strand, am grauen Meer
Und seitab liegt die Stadt;
Der Nebel drückt die Dächer schwer,
Und durch die Stille braust das Meer
Eintönig um die Stadt.

Stadtansicht 1588

Es rauscht kein Wald, es schlägt im Mai
Kein Vogel ohn’ Unterlass;
Die Wandergans mit hartem Schrei
Nur fliegt in Herbstesnacht vorbei,
Am Strande weht das Gras.

Doch hängt mein ganzes Herz an dir,
Du graue Stadt am Meer;
Der Jugend Zauber für und für
Ruht lächelnd doch auf dir, auf dir
Du graue Stadt am Meer.

Zu Beginn der Novelle In St. Jürgen (1868) heißt es:

»Es ist nur ein schmuckloses Städtchen, meine Vaterstadt; sie liegt in einer baumlosen Küstenebene und ihre Häuser sind alt und finster. Dennoch habe ich sie immer für einen angenehmen Ort gehalten ...«

Die Ortsname Husum bedeutet ursprünglich ›zu den Häusern‹. – Auf weiteren Unterseiten geht es ›zu den Storm-Häusern‹ und Storm-Stätten Husums Hier erfahren Sie mehr

Literatur: Jochen Missfeldt/Christian Demandt: Theodor Storm in Husum: Menschen und Orte. Edition A.B. Fischer. Berlin 2016.