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1. Januar – 15. März 2026

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| 1. Januar – 15. März 2026:
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Manuskript von »Bulemanns Haus« aufgetaucht

Es ist ein Glücksfall: Das vom Dichter selbst signierte und auf den 16. Januar 1864 datierte Manuskript von Theodor Storms Märchen »Bulemanns Haus« ist aufgetaucht. Die Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek (SHLB) erwarb den literarischen Schatz aus dem Autografenhandel und ergänzte ihren Nachlassbestand zu Theodor Storm um ein weiteres Dokument, das Einblick in den Schreibprozess des Dichters gewährt. 

Auf 32 Seiten entwickelte Storm zwischen Dezember 1863 und Januar 1864 das schaurige Kunstmärchen um den geizigen Pfandleiher Bulemann und seine zu tyrannischen Raubtieren gewachsenen Katzen. Auf drei weiteren Seiten notierte der Dichter Einschübe und Korrekturen. Was das digitale Abfassen von Texten in diesen Tagen nicht mehr kenntlich macht, veranschaulicht dieses Manuskript: Streichungen, Nachträge über und unter Zeilen oder am Seitenrand und mehrere Umstellungen visualisieren den Gedankenprozess des Dichters beim Schreiben. 

Die Arbeit hat Storm Kräfte gekostet. Darauf deutet das in schwungvollem Duktus unter den Text geschriebene »Finis!!!« hin. Nun erstrahlt das Manuskript wieder in vollem Glanz und ist allen Interessierten auch digital zugänglich.

 

> Zum Manuskript
 

> Führung: Schätze aus dem Archiv
 

> Storm-Tagung 2026: Storms Märchen

Die Wissenschaft draußen wird sagen: »Toll, wir können eine Lücke schließen, wir können unserem Meister über die Schulter schauen. 
Alle anderen werden denken: ein kleines Stück Magie, so einen Großmeister mal im Prozess zu erleben.«

– Dr. Maike Manske (Leitung Handschriftensammlung)