Weihnachten im Storm-Haus

Das Storm-Haus bietet wie jedes Jahr verschiedene Veranstaltungen zu Theodor Storms Weihnachten an. Am 7. Dezember liest Nino Moritz weihnachtliche Texte des Dichters mehr erfahren. Außerdem können Führungen gebucht werden mehr erfahren.

Sonderöffnungszeiten zu Weihnachten

Am 24. und 25.12. bleibt das Museum geschlossen. Am 26.12. öffnet es von 14 bis 17 Uhr, am 27.12., 28.12., 29.12. und 30.12. öffnet das Museum von 11 bis 17 Uhr. Am 31.12. bleibt das Museum geschlossen, am 1.1. öffnet es von 14 bis 17 Uhr.

Storm-Tagung 2019

Die Husumer Storm-Tagung 2019 findet statt vom 6. bis 8. September. Wir empfehlen, Hotelzimmer frühzeitig zu buchen.

Große Feier für Frank Düwel

Von links nach rechts: Husums Bürgervorsteher Martin Kindl und Bürgermeister Uwe Schmitz; Meinhard Füllner, Kreispräsident des Kreises Herzogtum Lauenburg; Laudator Christian Demandt und Preisträger Frank Düwel; Landtagspräsident Klaus Schlie und Wolfgang Engelmann, Vizepräsident der Stiftung Herzogtum Lauenburg. Foto: Simone Mommsen, Stadt Husum

Sogar der Landtagspräsident war gekommen, als Frank Düwel am Freitagabend, dem 7. September, den Storm-Preis der Stadt Husum verliehen bekam. Und die Feier geriet dann beinahe ähnlich emotional wie Düwels Storm-Inszenierungen. Der Preisträger selbst spannte in seiner beeindruckenden Dankesrede den Bogen von Storm bis nach Japan zu Murakami.

Marion Poschmann überzeugt auf Storm-Tagung

Anwesend bei der Preisverleihung war auch die neue Storm-Schreiberin Marion Poschmann, die am nächsten Morgen bei ihrer Lesung aus dem Roman Die Kieferninseln (2017) den Faden aufnahm und die Leser erneut ins Japan der Gegenwart führte. Dabei überzeugte nicht nur ihr Text, der für die Shortlist des Deutschen Buchpreises nominiert worden war, sondern auch die Vortragsweise der Schriftstellerin. 

Marion Poschmann am 8. September 2018 in der Aula des Hotels Altes Gymnasium. Foto: T. Lorenzen
Uwe Pörksen, Christian Neumann, Frank Düwel und Philipp Theisohn. Foto: ©Sabine Voiges

Nachmittags folgte eine von Philipp Theisohn moderierte kontroverse Diskussion zur Aktualität von Storms Schimmelreiter, bei der die Diskussionsteilnehmer Christian Neumann (Berlin) und Frank Düwel teils vehement den Thesen von Uwe Pörksen (Freiburg) widersprachen, der einen Impulsvortrag zu möglichen Bismarck-Bezügen bei Storm gehalten hatte. Am Abend wurde Eckart Pastors Kammerspiel Frau Storm in der Aula der Hermann-Tast-Schule aufgeführt. Die Tagung endete mit einem Ausflug ins Museum Kunst der Westküste nach Föhr, wo gemeinsam die Ausstellung »Emil Nolde und das Meer« besichtigt wurde.

Ministerin Karin Prien besucht Storm-Haus

Brigitte Hohmann, Ministerin Karin Prien und Christian Demandt

Auf ihrer Sommerreise durch das Bundesland besuchte Kultur- und Bildungsministerin Karin Prien (CDU) am 17. August das Storm-Haus. Begleitet wurde sie von Brigitte Hohmann, Geschäftsführerin der Kulturstiftung. Beide zeigten sich begeistert von den neuen Ausstellungen. »Die kulturpolitische Bedeutung der Storm-Gesellschaft und des Storm-Zentrums für Schleswig-Holstein ist kaum zu überschätzen«, sagte Prien. Die Ministerin hob das herausragende museumspädagogische Engagement des Storm-Zentrums hervor. »Seit seiner Gründung ist das Storm-Haus eines der wichtigsten außerschulischen Lernorte in Schleswig-Holstein. Das liegt mir als Bildungsministerin besonders am Herzen.«

Regina Fasold erhält Ehrenring des Eichsfeldes

Dr. Gideon Haut, Dr. Regina Fasold und Landrat Werner Henning

Die ehemalige Leiterin des Literaturmuseums »Theodor Storm« in Heiligenstadt, Dr. Regina Fasold, hat den Ehrenring des Eichsfeldes verliehen bekommen. »Ihre Hingabe hat viele Menschen beeindruckt«, sagte Dr. Gideon Haut in seiner Laudatio. Fasold bedankte sich besonders beim Theodor-Storm-Verein und den Freunden des Hauses: »Ich empfinde große Dankbarkeit für die zurückliegende Zeit und das gemeinsame Wirken an diesem Haus.« Regina Fasold leitete das 1988 gegründete Literaturmuseum seit 2003. Sie gehört zu den renommiertesten Storm-Forscherinnen der Gegenwart. Besonders ihre Edition der Brautbriefe Storms an Constanze haben die jüngere Forschung stark beeinflusst.

Neue Ausstellungen im Storm-Haus

Fotos: Thomas Lorenzen, Max Brüchmann, Martje Sältz

Das Storm-Haus hat sich im Jubiläumsjahr 2017 (»200 Jahre Storm«) neu aufgestellt. Neben einem neu eingerichteten Schimmelreiter-Zimmer mit Hörstation ist nun auch eine neue Dauerausstellung zu »Leben und Werk Storms« zu besichtigen. Präsentiert werden erstmals hochwertige Exponate wie die Storm’sche Familienbibel und der silberne Kinderbecher Storms, mitsamt einem vom kleinen Theodor zerbissenen Silberlöffel.

»Sturm und Stille«. Jochen Missfeldts Roman über Theodor Storm und Doris Jensen

Kurz nachdem Theodor Storm seine Verlobte Constanze Esmarch 1846 geheiratet hat, geht er eine leidenschaftliche Liebesbeziehung mit der 18-jährigen Doris Jensen ein. Erst im Jahr 1848, Constanze ist im dritten Monat schwanger, verlässt Doris – wahrscheinlich auf Druck der Familienoberen – Husum. Für sie beginnt eine fünfzehn Jahre währende Odyssee, eine Zeit des Lernens und der Selbstbehauptung. Doch das Liebesverhältnis dauert an, und als Constanze nach der Geburt ihres siebten Kindes überraschend stirbt, finden die beiden endlich zueinander. Um diese bewegende Geschichte eines Frauenlebens im 19. Jahrhundert zu erzählen, stützt sich Jochen Missfeldt auf sein Wissen als Storm-Biograph – auf Briefe, Novellen und Gedichte, auf Zeitungsmeldungen, Lebenszeugnisse, historische Quellen überhaupt. Aber noch mehr beruht auf Erfindung, Nachempfindung, Phantasie. So ist Missfeldt hier beides: faktengetreu und unverwechselbarer Romancier. Landschaft, Wetter und Meer, die er meisterlich beschreibt, grundieren das Ganze, verleihen ihm Sinnlichkeit und Poesie. Sturm und Stille ist die Geschichte einer Liebe – und das Porträt einer Frau, die allen gesellschaftlichen Konventionen zum Trotz ihre eigenen Wege geht. 

Storm-Führungen

Husum Binnenhafen

Neben klassischen Museumsführungen für Erwachsene und Schulklassen bietet das Storm-Zentrum verschiedene Sonder- und Themenführungen an. Es gibt außerdem fest gesetzte offene Führungen, wie zum Beispiel eine Stadtführung jeden ersten Dienstag im Monat (von April bis Oktober). Aber auch Führungen nach ganz individuellen Wünschen können im Storm-Zentrum organisiert werden. Ebenso können Besuchergruppen auch Führungen in Kombination mit einer Lesung buchen.

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Storms Husum

Theodor Storm war seiner Heimatstadt Husum Zeit seines Lebens eng verbunden. Holger Borzikowsky hat Hintergrundinformationen zu den wichtigsten Stormstätten in Husum ergründet und sie in den biographischen Kontext des Dichters eingeordnet.

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Außerdem: Storm-Orte Heiligenstadt, Kiel und Hademarschen

Das Handbuch zum Jubiläumsjahr

Das Handbuch erschließt Theodor Storms Werk erstmals in seiner ganzen Breite. Storm, ein epochaler Lyriker und der zweifellos bedeutendste Novellist seiner Zeit, wird hier sowohl in seinen epistemologischen und kulturgeschichtlichen Voraussetzungen als auch mit seinem ganz eigenen poetologisch-ästhetischen Programm sichtbar. Die umfassende Analyse seines literarischen Schaffens wird vervollständigt durch eine ausführliche Darstellung der biographischen Kontexte und der Rezeptionsgeschichte. Aus dem Inhalt: Leben – Einflüsse und Kontexte – Gedichte – Märchen – Sagen und Spuk – Novellen – Weitere Prosaarbeiten – Autobiographisches und Tagebuch – Storm als Journalist – Das Briefwerk – Strukturen – Rezeption. Das Storm-Handbuch ist am 24. Juli 2017 erschienen.

Christian Brückner liest: Die Stadt

Live-Mitschnitt von der Storm-Tagung, 8. September 2013

Illustrationen: Regina Kehn, aus: Das literarische Kaleidoskop

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