Mitteilungen aus dem Storm-Haus

Große Feier für Frank Düwel

Von links nach rechts: Husums Bürgervorsteher Martin Kindl und Bürgermeister Uwe Schmitz; Meinhard Füllner, Kreispräsident des Kreises Herzogtum Lauenburg; Laudator Christian Demandt und Preisträger Frank Düwel; Landtagspräsident Klaus Schlie und Wolfgang Engelmann, Vizepräsident der Stiftung Herzogtum Lauenburg. Foto: Simone Mommsen, Stadt Husum

Sogar der Landtagspräsident war gekommen, als Frank Düwel am Freitagabend, dem 7. September, den Storm-Preis der Stadt Husum verliehen bekam. Und die Feier geriet dann beinahe ähnlich emotional wie Düwels Storm-Inszenierungen. Der Preisträger selbst spannte in seiner beeindruckenden Dankesrede den Bogen von Storm bis nach Japan zu Murakami.

Marion Poschmann überzeugt auf Storm-Tagung

Anwesend bei der Preisverleihung war auch die neue Storm-Schreiberin Marion Poschmann, die am nächsten Morgen bei ihrer Lesung aus dem Roman Die Kieferninseln (2017) den Faden aufnahm und die Leser erneut ins Japan der Gegenwart führte. Dabei überzeugte nicht nur ihr Text, der für Shortlist des Deutschen Buchpreises nominiert worden war, sondern auch die Vortragsweise der Schriftstellerin.

Marion Poschmann am 8. September 2018 in der Aula des Hotels Altes Gymnasium. Foto: T. Lorenzen
Uwe Pörksen, Christian Neumann, Frank Düwel und Philipp Theisohn. Foto: ©Sabine Voiges

Nachmittags folgte eine von Philipp Theisohn moderierte Diskussion zur Aktualität von Storms Schimmelreiter, bei der die Diskussionsteilnehmer Christian Neumann (Berlin) und Frank Düwel teils vehement den Thesen von Uwe Pörksen (Freiburg) widersprachen, der einen Impulsvortrag zu möglichen Bismarck-Bezügen bei Storm gehalten hatte. Am Abend wurde Eckart Pastors Kammerspiel Frau Storm in der Aula der Hermann-Tast-Schule aufgeführt. Die Tagung endete mit einem Ausflug ins Museum Kunst der Westküste nach Föhr, wo gemeinsam die Ausstellung »Emil Nolde und das Meer« besichtigt wurde.

Husum, 9. September 2018

Ministerin Karin Prien besucht Storm-Haus

Brigitte Hohmann, Ministerin Karin Prien und Christian Demandt

Auf ihrer Sommerreise durch das Bundesland besuchte Kultur- und Bildungsministerin Karin Prien (CDU) am 17. August das Storm-Haus. Begleitet wurde sie von Brigitte Hohmann, Geschäftsführerin der Kulturstiftung. Beide zeigten sich begeistert von den neuen Ausstellungen. »Die kulturpolitische Bedeutung der Storm-Gesellschaft und des Storm-Zentrums für Schleswig-Holstein ist kaum zu überschätzen«, sagte Prien. Die Ministerin hob das herausragende museumspädagogische Engagement des Storm-Zentrums hervor. »Seit seiner Gründung ist das Storm-Haus eines der wichtigsten außerschulischen Lernorte in Schleswig-Holstein. Das liegt mir als Bildungsministerin besonders am Herzen.«

Husum, 24. August 2018

Regina Fasold erhält Ehrenring des Eichsfeldes

Dr. Gideon Haut, Dr. Regina Fasold und Landrat Werner Henning

Die ehemalige Leiterin des Literaturmuseums »Theodor Storm« in Heiligenstadt, Dr. Regina Fasold, hat den Ehrenring des Eichsfeldes verliehen bekommen. »Ihre Hingabe hat viele Menschen beeindruckt«, sagte Dr. Gideon Haut in seiner Laudatio. Fasold bedankte sich besonders beim Theodor-Storm-Verein und den Freunden des Hauses: »Ich empfinde große Dankbarkeit für die zurückliegende Zeit und das gemeinsame Wirken an diesem Haus.« Regina Fasold leitete das Literaturmuseum seit 1988. Sie gehört zu den renommiertesten Storm-Forscherinnen der Gegenwart. Besonders ihre Edition der Brautbriefe Storms an Constanze haben die jüngere Forschung stark beeinflusst.

Husum, 16. Juni 2018

Arne Rautenberg begeistert im Storm-Haus

Vor einem zahlreich erschienenen Publikum stellte der Kieler Dichter Arne Rautenberg am 19. April 2018 im Viola-tricolor-Zimmer einen abwechslungsreichen Querschnitt aus seinem lyrischen Schaffen vor. Rautenbergs bemerkenswert breites Repertoire reichte dabei von Erzählgedichten über »found poetry« bis zur Konkreten Poesie. So erfrischend modern und unaufgeregt sein Zugang zur Dichtung ist, so überzeugend sind seine Gedichte: ungekünstelt und humorvoll, experimentell und oftmals frech, stets ohne falsches Pathos, nie banal. Nach einer durchweg unterhaltsamen Lesung gab es anschließend die Möglichkeit, mit dem Dichter ins Gespräch zu kommen. Dabei verriet Rautenberg auch, dass er erst über die Bildende Kunst zur Poesie gekommen sei. Sein Credo: »Ein Zauber der Poesie besteht darin, zum Denken anzuregen. Es ist immer gut, wenn etwas nicht ganz Verstandenes übrig bleibt.«

Husum, 20. April 2018

Stimmungsvolle Vernissage mit Dragseth

Fotos: Max Brüchmann (3)

Am Mittwochabend, dem 28. März, wurde im Storm-Haus die Vernissage der neuen Dauerausstellung »Theodor Storm: Leben und Wer 1817–1888« gefeiert. Für einen stimmungsvollen Auftakt sorgten Manuel Knortz und Jens Jesse (Dragseth). Anschließend wurde auf beiden Etagen des Museums gefeiert.

Husum, 29. März 2018