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Öffnungszeiten

November bis März 
Di, Do u. Sa: 14–17 Uhr

 

| November bis März:
Di, Do u. Sa 14–17 Uhr

Lesungen im Storm-Haus

Allgemeine Hinweise

Wir bitten um Anmeldung per Telefon oder Mail. Spontane Anmeldungen sind bei freien Plätzen ebenso möglich.

Weihnachten bei Theodor Storm

Öffentliche Lesung mit kurzer Führung


Das Weihnachtsfest nimmt im Leben Storms einen bedeutsamen Platz ein. Es ist das wichtigste der Jahresfeste. Der Dichter zelebriert es Jahr für Jahr im Kreis der Familie – von den ritualisierten Vorbereitungen, dem Schmücken des Baumes bis zur Feier selbst. 


Dorit Petersen liest weihnachtliche Gedichte von Storm und stellt die Vorbereitungen und den Ablauf des Festes im Hause Storm vor, wie die Tochter Gertrud es später aufgezeichnet hat. Abschließend gibt es eine kurze Führung durch das Storm-Haus.
 

Es wird Weihnachten! Mein ganzes Haus riecht schon nach braunem Kuchen – versteht sich nach Mutters Rezept – und ich sitze so zu sagen schon seit einer Woche im Scheine des Tannenbaums. (Storm an seine Eltern, 20.12.1856)


Eintritt: € 6 | 3

Ort: Storm-Haus, Wasserreihe 31
 

> Hygiene und Sicherheit


Reservierungen per Telefon oder Mail 

Fr, 16.12.

16 Uhr

Di, 20.12.

16.30 Uhr

Vom Himmel in die tiefsten Klüfte

Öffentliche Lesung


Theodor Storm zelebrierte alljährlich das familiäre Weihnachten. Seine besondere Liebe zum wichtigsten der Jahresfeste klingt vielgestaltig durch seine Texte, die zu den schönsten Weihnachtsdichtungen deutscher Sprache zählen.


Nino Moritz liest aus diesen Dichtungen – aus der Lyrik und aus den Erzählungen – und gibt dabei zugleich einen Einblick in die Festrituale im Hause Storm.
 

Wie unendlich gemütlich war das einst vor Jahren, wenn in der großen Stube die Lichter angezündet waren, der Teekessel sauste, die braunen Kuchen und Pfeffernüsse standen auf dem Tisch, während drüben in der Wohnstube der Weihnachtstisch hergerichtet wurde. (Storm an seine Eltern, 19.12.1858)


Eintritt: € 6 | 3

Ort: Storm-Haus, Wasserreihe 31
 

> Hygiene und Sicherheit


Reservierungen per Telefon oder Mail 

Fr, 23.12.

19 Uhr

Renate

Öffentliche Lesung


Theodor Storms Novelle Renate wurde bei ihrem Erscheinen 1878 begeistert aufgenommen. Die Erzählung handelt von der Liebesbeziehung zwischen dem Pastorensohn Josias und der Hofbauerntochter Renate. Dabei treffen die von einem angstbesessenen Okkultismus geprägte Weltwahrnehmung des jungen Theologen auf die rationale Weltsicht der weiblichen Protagonistin. Inhaltlich greift Storm damit religionskritische Themen seiner Texte der frühen 1860er Jahre auf und inszeniert sie in Renate als Kampf der Heldin gegen Aberglauben und Orthodoxie, eingebettet in die atmosphärisch dichte Schilderung des Lebens in Nordfriesland zu Beginn des 18. Jahrhunderts.


Nino Moritz liest den Text ungekürzt an zwei Abenden.
 

Ich habe gestern Deine Renate gelesen, lieber Freund, mit großer Bewunderung Deiner Kunst und der wundersamen Welt, die sie von den Todten auferweckt. (Paul Heyse an Storm, 2.4.1878)


Abbildung: Renate soll als Hexe ins Wasser geworfen werden; Zeichnung von Robert Budzinski, 1874–1955.


Eintritt: € 6 | 3

Ort: Storm-Haus, Wasserreihe 31
 

> Hygiene und Sicherheit


Reservierungen per Telefon oder Mail 

Fr, 17.2.

19 Uhr

Teil 1

Fr, 24.2.

19 Uhr

Teil 2

Aquis submersus

Öffentliche Lesung


In Storms eindrücklicher Meisternovelle von 1876 geht es um die Themen Schuld, Liebe, Tod und Vergänglichkeit, die uns Menschen von jeher beschäftigen. Zeitlich angesiedelt in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts und lokalisiert in der Theodor Storm so vertrauten heimatlichen Landschaft, entfaltet der Erzähler ein Gesellschaftsbild, das uns heute nicht mehr zu betreffen scheint, des tragischen Ausgangs wegen jedoch noch immer betroffen macht.


Mechtild Hobl-Friedrich gelingt es in einer geschickt gekürzten Fassung, die erzählte Welt wieder lebendig werden zu lassen und die Zuhörer mit hineinzunehmen in die faszinierende Sprache von Theodor Storm.

Dr. Mechtild Hobl-Friedrich war bis 2011 Direktorin des theater itzehoe. Sie studierte Germanistik und Theaterwissenschaft. Außerdem absolvierte sie eine Sprecher-Ausbildung.  Neben ihren beruflichen Aufgaben hat sie sich als Rezitatorin literarischer Texte und als Konzertmoderatorin einen Namen gemacht. In eigenen Feature-Produktionen für verschiedene Rundfunkanstalten übernahm sie den Sprecherpart. Ein weiterer Schwerpunkt sind Kammermusikabende mit Melodra­men, bei denen sie ebenfalls als Rezitatorin wirkt, sowie die Erarbeitung und Durchführung von Programmen literarisch-musikalischer Art mit verschiedenen Instrumentalisten und Orchestern, u.a. der Thüringen Philharmonie Gotha-Suhl und des Brandenburgischen Staatsorchesters, des Ensemble Horizonte, Detmold, der Norddeutschen Sinfonietta. Mechtild Hobl-Friedrich wird von unterschiedlichsten Institutionen angefragt für Vorträge und Seminare mit genre-übergreifender Thematik.

 

Dauer: 2 x 45 Minuten (mit Pause)


Eintritt: € 8 | 4

Ort: Storm-Haus, Wasserreihe 31
 

> Hygiene und Sicherheit


Reservierungen per Telefon oder Mail 

Do, 8.6.

19.30 Uhr

Immensee

Öffentliche Lesung


Theodor Storms Novelle Immensee erzählt die Geschichte von Reinhardt und Elisabeth und ihrer unerfüllten Liebe. Schon als Kinder spielen die beiden gemeinsam und sind Gefährten in der Schule, bis Reinhardt für sein Studium die Heimat und Elisabeth verlässt. Die Wege der beiden trennen sich, Elisabeth heiratet schließlich Reinhardts Jugendfreund Erich und zieht mit ihm auf Gut Immensee. Hier begegnen Reinhardt und Elisabeth einander Jahre später wieder und werden mit der Frage konfrontiert, ob sie an die gemeinsame Vergangenheit anknüpfen können oder ob doch zu viel Unausgesprochenes zwischen ihnen steht.


Nino Moritz liest Storms bedeutende frühe Novelle, die noch zu Lebzeiten des Dichters 30 Auflagen der Separatausgabe erlebte, in ungekürzter Fassung.


Abbildung: Reinhardt und Elisabeth als Kinder; Heliogravüre von Wilhelm Hasemann, 1850–1913, und Edmund Kanoldt, 1839–1904.


Eintritt: € 6 | 3

Ort: Storm-Haus, Wasserreihe 31
 

> Hygiene und Sicherheit


Reservierungen per Telefon oder Mail

Fr, 23.6.

19 Uhr

Die Regentrude

Öffentliche Lesung


Eine nahezu apokalyptische Dürre bedroht die erzählte Welt in Storms Märchen Die Regentrude. Nur der wohlhabende Wiesenbauer macht mit seinen zahlreichen Feldern noch Gewinn, während der Rest der Welt hungert.

Die Heldin des Märchens ist dessen Tochter Maren, die sich in den armen Andrees verliebt, ihn aber nicht heiraten darf, weil ihr Vater in ihm einen Erbschleicher vermutet

Als von der mythischen Gestalt der Regentrude berichtet wird, die vermutlich nur geweckt werden müsse, um die Dürre zu beenden, hält der Vater dies für reinen Aberglauben und wettet mit Maren auf seine rationale Überzeugung: Wenn sie die Regentrude wecken kann, darf sie ihren Andrees heiraten. Das Paar begibt sich daraufhin in die Unterwelt, wo die mythische Gestalt zu suchen sei, um ihr Glück zu machen.


Jörg Hartmann liest dieses Märchen Storms, das zu seinen Lebzeiten von der Leserschaft verschmäht und erst im 20. Jahrhundert populär wurde, im historischen Garten des Storm-Hauses ungekürzt (bei Regen im Museum).


Abbildung: Maren und Andrees auf dem Weg zur Regentrude; Zeichnung von Anton Muttenthaler, 1820–1870.


Dauer: ca. 1 Stunde


Eintritt: € 6 | 3

Ort: Storm-Haus, Wasserreihe 31

Lesung im Garten (bei Regen im Museum)
 

> Hygiene und Sicherheit


Reservierungen per Telefon oder Mail

Sa, 22.7.

17 Uhr