Do 25.4. Heiner Egge: »Winterreise in den Süden«. Die Liebesgeschichte von Doris und Klaus Groth.

In Zusammenarbeit mit dem Boyens Buchverlag

Im Herbst 1876 reiste Klaus Groth mit seiner lungenkranken Frau Doris nach Mentone an die französische Riviera. Der Schriftsteller Heiner Egge nähert sich dem Liebespaar auf eigene Weise: Er reist mit seiner Frau nach Mentone, stellt alles noch einmal nach. Aus diesem Wechselspiel zwischen dem heutigen Erzähler und dem damaligen Geschehen entwickelt sich die Spannung des Romans. Klaus Groth unter Palmen? Ein neuer Blick auf den alten Dichter. Federführend aber wird immer mehr Doris Groth; sie schreibt es in ihr Tagebuch, in die Briefe an ihre Kinder. Sie war sein Sommer, er ihr Winter. Das Ende der Geschichte ist kein Ende. Leevde vergeiht ni. Man hat schließlich nicht nur ein Leben.

Storm-Haus, 19.30 Uhr

Eintritt frei

Reservierungen empfohlen: 04841/8038630

Do 2.5. Christiane Pöhlmann liest aus Turgenjews »Das Adelsgut«

Fjodor Lawrezki kehrt nach Jahren im Westen in seine Heimat zurück, um das Gut seines Vaters zu übernehmen. Seine Ehe mit der selbstbezogenen Warwara ist gescheitert und Fjodor muss sich neu finden. Gegen seinen Willen verliebt er sich in Lisa, eine pflichtbewusste junge Frau, für die ihre Mutter eine ganz andere Partie vorgesehen hat. Der Beginn einer schwierigen Liebesgeschichte ... Für seine Landschaftsschilderungen und den lyrischen Grundton seiner Prosa berühmt, war es Iwan Turgenjew, der die russische Literatur endgültig nach Europa gebracht hat. Aus Anlass seines 200. Geburtstags hat Christiane Pöhlmann Turgenjews Meisterwerk für die Manesse Bibliothek neu übersetzt.

Storm-Haus, 19.30 Uhr

Eintritt frei

Reservierungen empfohlen: 04841/8038630

Do 9.5. Lesung mit Marion Poschmann (Storm-Schreiberin 2019)

Foto: ©Heike Steinweg_SV

Erstmals in diesem Jahr wird das von Dr. Annemarie Hansen aus Husum-Rödemis gestiftete »Storm-Schreiber«-Stipendium vergeben. Erste Stipendiatin ist Marion Poschmann. Die 1969 in Essen geborene Schriftstellerin lebt in Berlin, sie ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Marion Poschmann ist mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt worden. Ihr bei Suhrkamp erschienener Roman »Die Kieferninseln« wurde 2017 für den Deutschen Buchpreis nominiert (Shortlist). Zum Abschluss Ihres Aufenthaltes in der Storm-Stadt liest Marion Poschmann im Dichterhaus in der Wasserreihe.

Storm-Haus, 19.30 Uhr

Eintritt frei

Reservierungen empfohlen: 04841/8038630

Do 16.5. Dr. Christian Neumann: Zur Bedeutung des Schuldgefühls bei Theodor Storm und Franz Kafka (Vortrag)

Der in Berlin lebende Storm-Forscher Christian Neumann nähert sich in seinem Vortrag einem zentralen Thema sowohl in Theodor Storms Altersnovellen als auch in einigen Werken Franz Kafkas: dem Schuldgefühl. Behandelt werden vor allem Storms Novellen Ein Doppelgänger und Ein Bekenntnis sowie Kafkas Erzählung Das Urteil und der Brief an den Vater. Die vergleichende Spurensuche ist gleichermaßen aufschlussreich für das Verständnis von Storm und Kafka.

Storm-Haus, 19.30 Uhr

Eintritt: ¤ 5 / erm. ¤ 3

Reservierungen empfohlen: 04841/8038630

Do 23.5. Frank Trende: »Die Geschichten sind ja schnell gelesen …« Ein Müllenhoff-Abend im Storm-Haus

In Zusammenarbeit mit dem Boyens Buchverlag

1818 wurde in Marne der große Gelehrte Karl Viktor Müllenhoff geboren. Er arbeitete intensiv mit Theodor Storm, Theodor Mommsen und Klaus Groth zusammen. In seiner Berliner Zeit stand er in engem Kontakt mit den Brüdern Grimm. Müllenhoff ist vor allem bekannt geworden durch seine Sammlung der Märchen, Lieder und Sagen, mit der er einen wichtigen Teil der kulturellen Überlieferung Schleswig-Holsteins sicherte. Das Müllenhoff-Lesebuch von Frank Trende präsentiert die schönsten Märchen aus Schleswig-Holstein. Auch die Sagen um Klaus Störtebeker und Martje Floris, über das Biikebrennen und Rungholt, über das alte Plön und den Ugleisee und das berühmteste Lied aus Müllenhoffs Sammlung, »Dat Du min leevsten büst«, werden hier wiederentdeckt.

Storm-Haus, 19.30 Uhr

Eintritt frei

Reservierungen empfohlen: 04841/8038630

Do 30.5. Jörg Hartmann: Storms schönste Garten- und Blumentexte

Sein Garten war für Storm gleichermaßen Kraftquelle, Erholungsort und Inspiration für zahlreiche Texte. Ohne Garten konnte er nicht dichten. Bis heute ist das Storm-Haus das einzige Haus in der Wasserreihe, das über einen Garten verfügt. Er wurde nach Storms Angaben rekonstruiert. Jörg Hartmann liest bei schönem Wetter in Storms Garten, bei Regenwetter im Storm-Haus.

Storm-Haus, 10.30 Uhr (Dauer ca. 1 Stunde)

Eintritt: ¤ 6 / erm. ¤ 4

Reservierungen empfohlen: 04841/8038630

Fr 31.5. Nino Moritz liest Theodor Storms »Ein Bekenntnis« (1/2)

Die späte Erzählung Ein Bekenntnis zählt zu den eindringlichsten Texten Storms. Im Zusammenhang mit dem literaturwissenschaftlichen Vortrag am 16.5. liest Nino Moritz die Novelle ungekürzt an zwei Abenden. Im Spätsommer und Herbst folgt die Lesung von Texten Kafkas.

Storm-Haus, 19.30 Uhr

Eintritt: ¤ 5 / erm. ¤ 3

Reservierungen empfohlen: 04841/8038630

Fr 7.6. Nino Moritz liest Theodor Storms »Ein Bekenntnis« (2/2)

Die späte Erzählung Ein Bekenntnis zählt zu den eindringlichsten Texten Storms. Im Zusammenhang mit dem literaturwissenschaftlichen Vortrag am 16.5. liest Nino Moritz die Novelle ungekürzt an zwei Abenden. Im Spätsommer und Herbst folgt die Lesung von Texten Kafkas.

Storm-Haus, 19.30 Uhr

Eintritt: ¤ 5 / erm. ¤ 3

Reservierungen empfohlen: 04841/8038630

Do 13.6. Michael Göring: »Hotel Dellbrück« (Lesung)

Foto: Roman Pawlowski

Dezember 1938: Sigmund, 15 Jahre alt, sitzt im Zug nach England. Sigmund ist Jude, Waisenkind, aufgewachsen im Hotel Dellbrück, dem Bahnhofshotel einer westfälischen Kleinstadt. Mit dem Kindertransport kommt er nach Cornwall, wo er von einem methodistischen Ehepaar aufgenommen wird. Hier überlebt er den Krieg und den Holocaust, studiert und wird Lehrer. 1949 entscheidet sich Sigmund für die Rückkehr nach Deutschland. Er unterrichtet an derselben Schule, an der er zwölf Jahre zuvor als »Judenlümmel« schikaniert wurde. Sigmund heiratet Maria, die Tochter des Hoteliers Tono Dellbrück, mit der er vor seiner Flucht nach England aufgewachsen ist. Doch Sigmund fällt es schwer, im Nachkriegsdeutschland heimisch zu werden. Auch sein Sohn Friedemann, der 1955 auf die Welt kommt, ist lange auf der Suche nach Heimat und Bindung. Als er 2018 auf Besuch in Deutschland vor dem Hotel steht, ist es ein Flüchtlingswohnheim.

Michael Göring, der Vorsitzende der Hamburger ZEIT-Stiftung, greift in seinem vierten, bei Osburg erschienenen Roman erneut zu großen Themen und erzählt sie spannend, einfühlsam und mit leichter Hand. Wo findet man Heimat? Wie meistert der Einzelne die Sehnsucht nach Spiritualität und Bindung?

Storm-Haus, 19.30 Uhr

Eintritt frei

Reservierungen empfohlen: 04841/8038630

Fr 30.8. Nino Moritz liest aus dem Briefwechsel Theodor Storms mit Gottfried Keller

Am 19. Juli wäre der große Schweizer Realist Gottfried Keller 200 Jahre alt geworden. Sein Briefwechsel mit Storm gilt als einer der »reizvollsten Briefsammlungen unserer Literatur« (Emil Ermatinger). Erst 1877 begonnen, also zu einem Zeitpunkt, als beide Dichter bereits längst etablierte Schriftsteller sind, diskutieren und kritisieren sie ihre Werke. Besonders interessant ist Storms Einfluss auf die Umgestaltung von Kellers Jahrhundertroman Der grüne Heinrich.

Storm-Haus, 19.30 Uhr

Eintritt: ¤ 5 / erm. ¤ 3

Reservierungen empfohlen: 04841/8038630